Visual Studio 2012 auf der Zielgeraden

Microsoft hat im Zuge der Veröffentlichung der Release Preview für Windows 8 auch die “Release-Candidate”-Version der kommenden Entwicklungsumgebung Visual Studio 2012 zum Download freigegeben. In den bisher erschienenen Developer-Preview- und Beta-Versionen hatte Microsoft noch den Codenamen Visual Studio 11 verwendet.

Im Release Candidate (RC) haben die Entwickler die Benutzeroberfläche nochmals überarbeitet, nachdem es viel Kritik an der nahezu farblosen Gestaltung der Beta-Version gab. Microsoft bleibt jedoch dabei, komplett neue Symbole zu verwenden. Aber diese erhalten nun in der RC-Version wieder einige Farbakzente zurück. In Modellen des ADO.NET Entity Framework ermöglicht Microsoft verschiedene Farben für eine Entität im Diagramm, was frühere Versionen nicht leisteten.


Neben der optischen Gestaltung hat Microsoft weitere Features in Visual Studio eingebaut, die es in der Beta-Version noch nicht gab. So hat Microsoft die Intellisense-Unterstützung für CSS und JavaScript nochmals überarbeitet. Auch bei der Datenbindung mit Model Binding in ASP.NET-Steuerelementen erhält der Entwickler nun eine Eingabeunterstützung bei der Auswahl der Methoden. Die zahlreichen zu einem ASP.NET-Webprojekt gehörenden JavaScript-Dateien, die bisher in DLLs (Dynamic-link library) eingebettet waren, werden nun einzeln als Dateien im Webprojekt verwaltet, um diese einfacher aktualisieren zu können. Zum Browser werden sie aber zur Bandbreiteneinsparung in komprimierter und gebündelter Form gesendet.

Microsoft verstärkt den Einsatz von Open-Source-Bibliotheken in Visual Studio. Neben jQuery gehört zukünftig auch DotNetOpenAuth für die Authentifizierung mit OpenID, OAuth and InfoCards zum Standard in Visual-Studio-Webprojekten. In der ASP.NET Web API ersetzt Microsoft den bisher verwendeten .NET-eigenen JSON-Serialisierer (JavaScript Object Notation) durch die wesentlich leistungsfähigere Open-Source-Bibliothek JSON.NET.

Das Beibehalten der bisherigen Produktkonfektionierung in Express, Professional, Premium und Ultimate hatte Microsoft schon vor knapp zwei Wochen bekannt gegeben, wobei es kostenlose Express-Versionen zukünftig nur noch für Entwickler von Windows-8-und Windows-Phone-Apps gibt. Das bisher getrennt erhältliche RAD-Werkzeug (Rapid Application Development) Visual Studio LightSwitch ist nun in Visual Studio integriert.

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